„Experiment“ Die ehrliche Rezensentin

Hallo meine Lieben da draußen!

Euch kommt diese Anrede bekannt vor? Das liegt wohl daran dass ich bereits ( wie gesagt ) unter den Buchbloggern zuhause bin und dort mich auch sehr heimisch fühle. Wer ich bin?

Unbenannt

Antonie von http://diefabelhafteweltderbuecher.blogspot.de/

Warum ich diesen Blog ins Leben gerufen habe? Ich habe eine Freundin die ebenfalls einen Blog auf die Beine gestellt hat ( nicht im Buchbloggerbereich ) und ihn ein wenig … ja unbedarft und vielleicht auch naiv aufgesetzt hat. Die Reaktionen waren heftig – sie erzählte mir davon, ich konnte es nicht fassen. Es waren Kommentare dabei die einem die Schuhe auszogen und Leute urteilten über jemanden, den sie kaum kannten ohne Wenn und Aber.

Ich dachte nach dieser Grenzerfahrung nur : „Das würde in „meiner“ Bloggerbranche doch nicht vorkommen!“

Gesagt, getan. Blog aufgesetzt, grobe Schnitzer begangen ( 1.000 Mal das Design gewechselt, Wasserzeichenprofilbild, provokant auf sich aufmerksam machen ) und mich nicht gerade professionell benommen.

Warum das Ganze? Wollte ich andere Blogger „bloßstellen“ oder provozieren?

Auf keinen Fall! Ich habe mit komischen oder belustigten Kommentaren, Reaktionen gerechnet und vielleicht auch Ablehnung, aber was ich dann zu lesen bekam hat mich schon sehr nachdenklich gemacht.

sdf

Ich möchte hier keinen an den Pranger stellen oder den Zeigefinger erheben, aber das waren nur ein paar Auszüge aus Diskussionen. Was man in meinen ersten Post reininterpretieren möchte ODER eben nicht ist jedermanns eigene Sache und klarstellen möchte ich an dieser Stelle nur, dass ich mir beim Schreiben des Beitrages keinerlei andere „schlechtere“ Blogger vorgestellt habe, sondern nur aufzeigen wollte, dass es eben einige Schmuserezensionen gibt – aber das soll hier nicht im Mittelpunkt stehen.

Doch gab es NUR diese Reaktionen?

Nein, es gab auch nette, hilfreiche und sogar aufmunternde Kommentare oder Postings – Leute die der unbeholfenen Bloggerin unter die Arme greifen wollten oder eben einfach abgewartet haben, was da wohl noch kommen möge.

sdfasAuch die Anonymität wurde stark angesprochen und diskutiert – doch ( auch wie bei meiner Freundin ) manche Leute wollen eben nicht von heut auf morgen im „Rampenlicht“ stehen, wollen nicht gleich ihre volle Identität preisgeben – erinnern wir uns alle nur an die Diskussionen ob jetzt auch die Telefonnummer im Impressum erscheinen soll oder nicht. ( auch wenn das sich jetzt erledigt hat )

Das Cyberspace ist eben eine Plattform auf der man von Anfang an präsent ist – doch wollen wir immer gleich jedem unsere Daten zeigen? Ich nicht.

Fazit:

Eigentlich wollte ich diesen Blog einige Wochen führen um zu sehen wie die Reaktionen darauf ausfallen. Doch dass ich bereits nach 1.Tag bzw. ein paar Stunden die Resonanz bekam und mir meine Meinung bilden konnte über das Experiment; das hätte ich nicht gedacht.

Haben wir doch alle klein angefangen in der Bloggerwelt und uns auch mal Fehler geleistet. Doch dass mehr Ablehnung als Annahme kommen würde, dass Menschen einen anderen so kritisieren in seinem Tun und Machen ohne ihn zu kennen – das hat mich schon schockiert.

Ich werde nach dieser Erfahrung mehr aufpassen was ich im Netz so von mir gebe, wen ich wie kritisiere oder eben hilfreich zur Hand gehe; denn meine Freundin hat ihre Erfahrung immer noch nicht verdaut oder ansatzweise nachvollziehen können; – sollten wir nicht alle achtsamer durch das WWW gehen? Ich von nun an schon – Moralapostel möchte ich aber wie gesagt hier nicht spielen und das war auch nie die Absicht bei diesem Experiment.

Eure Antonie

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9 Kommentare zu “„Experiment“ Die ehrliche Rezensentin

  1. Oh, schade. Ich fand die Anonymität und das geheimnisvolle grade gut am Experiment – Durch die Reaktionen der Anderen hat man gesehen, wie viel Angst sie davor haben, denn viele fühlten sich durch den leicht provozierten ersten Artikel angesprochen… womöglich auch vollkommen zurecht.

    Auch die übertriebene Aufregung über das fehlende Impressum. Sie fanden keine Gründe um diesen Blog anzuprangern und nahmen die wohl lächerlichste Erfindung der Menschheit als Hauptgrund: „Kein Impressum!!! Oh mein Gott! Weltuntergang!!“

    Wenn du bei WordPress oder Blogspot bist, brauch man kein Impressum.
    Viele Leute, z.B. in der Autoindustrie, starten verdeckte Aktionen ohne Impressum.
    Nennt man: de.wikipedia.org/wiki/Guerilla-Marketing und ist dazu gedacht Leute vor den Kopf zu stoßen und dann zu enthüllen wer dahinter steckt.

    Und kein Blogger könnte sich einen Anwalt leisten, der gegen ein fehlendes Impressum vor geht, vertrau mir 😉

    Dein Ansatz fand ich sehr sehr gut und hoffe, dass deine Rezensionen dennoch ehrlich sind, unabhängig wie gut man zu den Autoren oder Verlagen steht. Wir Endkunden interessieren uns für ehrliches Feedback. Es bringt uns nichts, wenn man einen Stern mehr gibt, weil man sonst schlecht da steht.

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    • Dankeschön für das Feedback. Angreifen wollte ich mit diesem Artikel niemanden direkt – aber es wurde eben so aufgefasst und daran kann ich nachträglich auch nix mehr ändern. Es war ja auch vor einiger Zeit von Kuschelkartellen bei Literaturkritikern die Rede; warum auch nicht bei manchen ( nicht allen! ) Bloggern.

      Impressum ist eine ewige Diskussion und wird es auch immer bleiben.

      Ob ich hier auf diesem Blog auch wirklich Rezensionen veröffentlichen werde weiß ich nicht – sollte es ja nur ein Experiment für mich selbst sein. Ideen hätte ich für solch kritische, aber trotzdem faire Rezensionen schon, die weder Leser noch Autor vor den Kopf stoßen ( wäre auch nie mein Bestreben gewesen das zu tun ), aber erst mal nachdenken.

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  2. Na ja, also ein „Experiment“ zu unternehmen, um zu „testen“ wie irgendwer reagiert, das ist schon recht herablassend, da nimmst du dir schon raus, einen übergeordneten, erhabenen Beobachterstandpunkt über allen anderen einzunehmen. Zudem war deine Selbstvorstellung durchaus provokant gegenüber anderen Bloggern, die ja pauschal als „unehrlich“ abgetan hast. Eine Reaktion bewusst zu provozieren und dann den Rest der Welt eines besseren belehren wollen ob seiner Reaktion – Pardon, aber was nimmst du dir da raus? Die Aktion ist ziemlich überheblich. Fehler macht jeder, ja – aber eben auch du.

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    • Naja für mich war es Anfangs auch kein wirkliches Experiment – wollte ich meiner Freundin nur beweisen dass es eben solche Bloggerszenen gibt und solche – aber da habe ich mir so gesehen selbst etwas bewiesen was ich gar nicht wollte. Diesen Beobachterstandpunkt hatte ich ja, das gebe ich zu, aber ich hätte auch gerne mich weiter zurückgezogen und dem ganzen seinen Lauf gelassen – aber das über Wochen laufen zu lassen wäre dann auch nicht die Lösung gewesen.

      Pauschal habe ich niemanden als unehrlich abgetan – ich habe gesagt dass es immer mehr Kuschelrezensionen gibt; wer diese schreibt und wer nicht wurde nicht erläutert und das will ich mir auch nicht rausnehmen. Und überheblich würde ich es nicht bezeichnen – ist es denn jemanden wirklich passiert.

      Ob die Aktion mir das gezeigt hat was ich sehen wollte kann ich immer noch nicht sagen – aber mit den Reaktionen hatte ich ja auch nicht gerechnet bzw. wollte diese nie herauskitzeln – sie kamen einfach und das war sehr erstaunlich für mich.

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  3. Ich denke dein Beitrag hat vor allem eins gezeigt: dass dessen Leser entweder den Text entweder nur grob überflogen haben, sie generell auf Ärger auswaren oder aber das Textverständnis mangelhaft ist. Denn pauschalisiert wurde da gar nix. Ich finde es sehr traurig, dass derzeit bei sowas automatisch die Keulen ausgepackt werden und die Devise nur noch „Draufschlagen, bis es am Boden liegt“ lautet. War bei einem Posting in einer Facebookgruppe ja nicht anders (beziehst du dich vielleicht sogar darauf?).
    Respekt auf jeden Fall für deinen Mut, trotzdem noch deine Identität zu enthüllen. Hätte sich bestimmt nicht jeder getraut!

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    • Hallo Rishu!

      Ich denke es war eine Mischung aus allen drei Punkten die du aufzählst – lustig für mich war nur dass ich den Post nicht soo provozierend fand und genau das damit aber bewirkt hatte – da sieht man mal die unterschiedlichen Auffassungen!

      Diesen Post in der Facebookgruppe hatte ich gar nicht mitbekommen glaube ich – „Skandale“ gibt es ja immer wieder mal, aber meine Devise ist da eher beschützen oder ruhig bleiben und gucken was da vor sich geht.

      Wenn ich schon etwas auf die Beine stelle stehe ich auch dazu – wer aus diesem Grund meinem alten Blog nicht mehr folgt .. na dann soll es so sein, aber ich bin wie ich bin und das bleibt auch immer so. Nur provozieren will und wolllte ich noch nie!

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  4. Pingback: Shitstorm? Nein, danke! | kathrinsbooklove

  5. Der größte „Kritikpunkt“ auf twitter war: dass da jemand mit „ehrlich“ kommt und nicht einmal einen Namen nennt. Natürlich streckt man die Fühler aus und merkt – ok, kein Impressum – kein Name – aber „ehrlich“ ??
    Das war zumindest der Fakt, der mir was „übel“ aufgestoßen ist. Wobei es auch nix war, was einen dauerhaft beschäfftigt. (Traurig aber war, Shitstorm ist schon fast normal geworden und man ist ja so wunderbar anonym…)
    Letzlich bin ich niemand, der jemanden im Netz runtermacht – das ist feige! Ich seh die Person ja nicht – ich weiß nicht, ob er was ironisch gemeint hat, ob es seine Art ist, so bittere Kommentare zuschreiben, etc.
    Andererseits MUSS ich im Netz damit rechnen negative Kommis zu bekommen! Wer so naiv da ran geht und „nicht damit rechnet“ – nun ja, sollte die Finger davon lassen – so hart es klingen mag oder muss sich ein dickes fettes Fell zulegen und seine Erfahrungen sammeln.

    Aber anstatt sich aufzueregen, sollten wir uns ein Buch schnappen und das momentane schöne Wetter draußen genießen, ist viel besser und gesündern 😀

    edit:
    Deinen Blog (ist der nun richtig geführt oder ein Experiment? Ganz schlau bin ich da noch nicht?!) habe ich übrigens schon vor Tagen im Netz gesehen, aber da bisher nichts dabei war an Büchern, was ich kannte, habe ich nichts kommentiert 😛
    Natürlich fiel der Banner auf – aber mein Gott – wer es mag?! Mir ist der Inhalt wichtig, ich will bei Buchblogs Buchtipps sammeln und Anektoden aus der Welt des Bloggers hören und nicht seinen privaten Geschmack kritisieren 🙂

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    • Hallo 🙂

      Ich wollte einfach aufmerksam machen mit diesem Blog bzw. eigentlich meiner Freundin das Gegenteil von dem beweisen was dann doch tatsächlich passiert ist – aber Schwamm drüber 😉

      Die ehrliche Rezensentin werde ich nicht weiterführen, meinen anderen Blog schon! Das ist bisher mein einzigstes Bild von mir auf dem ich lese aber das wird sich auch wieder ändern – einfach nicht hingucken 😀

      Jetzt hast du ja kommentiert und ich freue mich immer über Kommentare, da die meisten die mich lesen eher stille Leser sind 😉 Hoffentlich kommen bald mehr Bücher die dich auch interessieren!

      Liebste Grüße
      Antonie

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